Produktportfolio systematisch erfassen und CRA-Relevanz bestimmen.
Der erste Schritt zur CRA-Konformität beginnt nicht mit Technik, sondern mit Klarheit: Welche Ihrer Produkte fallen überhaupt in den Anwendungsbereich des Cyber Resilience Act? Die Antwort ist weniger offensichtlich als es zunächst scheint, denn der CRA unterscheidet präzise zwischen Produkten mit und ohne digitale Elemente, kennt verschiedene Risikoklassen und sieht Ausnahmen vor.
In Phase 1 inventarisieren Sie Ihr gesamtes Produktportfolio systematisch. Für jedes Produkt wird geprüft, ob es unter die Definition „Produkt mit digitalem Element" fällt — also ob es Daten elektronisch verarbeitet, speichert oder überträgt und mit Netzwerken oder anderen Geräten verbunden werden kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Produkt primär als Hardwaregerät oder als Softwarelösung vermarktet wird.
Anschließend erfolgt die Einordnung in die CRA-Risikoklassen: Standardprodukte, Klasse I (erhöhtes Risiko, z.B. Betriebssysteme, Router, Passwortmanager) und Klasse II (kritisch, z.B. Industrie-Firewalls, Mikrocontroller für sicherheitskritische Anwendungen). Diese Einordnung bestimmt maßgeblich, welche Konformitätsbewertungsverfahren später erforderlich sind und ob eine notifizierte Stelle eingebunden werden muss. Mögliche Ausnahmen — etwa für Open-Source-Software oder bestimmte Entwicklungsumgebungen — werden in dieser Phase ebenfalls geprüft und dokumentiert.
Das Ergebnis von Phase 1 ist eine belastbare Produktliste mit CRA-Status, Risikoklasse und einer ersten Einschätzung des Konformitätsaufwands. Dieses Dokument bildet die unerlässliche Grundlage für alle nachfolgenden Phasen der Roadmap.
Bearbeiten Sie diese Phase direkt im CRA Roadmap Workspace — inklusive Statusverfolgung, Notizen und automatisiertem PDF-Export.
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